Problem mit Diagnose
Hallo! Ich schreibe hier, weil ich dringend einen Rat brauche. Ich denke, dass mein Großvater an Parkinson-Krankheit leidet. In letzter Zeit spricht er immer undeutlicher und hat große Probleme mit Bewegung, obwohl er erst 70 ist. Zusätzlich schüttelt ihn vor Wut ohne irgendeinen Grund. Gewöhnlich seine Wut dauert ca. 5 Minuten. Es ist ganz verrückt, weil mein Großvater alles versteht, was man zu ihm sagt. Außerdem verlor er seine Inteligenz nicht. Geben Sie mir bitte einen Rat, wie ich ihm helfen kann.
Kommentare
Hi! Ich meine, er leidet nicht an Demenz. Du hast nicht erwähnt, ob ihm die Hände zittern. Wenn er immer stiller spricht und kleinere Buchstaben schreibt (wenn er noch kann), ist es sicher Parkinson-Krankheit. Eine gute Idee wäre viel Bewegung an der frischen Luft, weil es seltener zu Kontrakturen kommt. Wer sich um eine ältere Person kümmerte, der weiß, dass man viel Geduld haben muss. Ich weiß nicht, ob es die Wahrheit ist, aber manche sagen, dass Medikamente gegen Parkinson-Krankeit abstumpfen. Deshalb rate ich dir, solche Medikamente zu vermeiden. Außerdem wäre es vernünftig zu prüfen, ob er nicht an Osteoporose leidet. Halte durch!
Hallo! Ich weiß, was du meinst. Ich finde auch, dass es Parkinson ist. Ich erlebe eine ähnliche Situation mit meiner Mutter. Sie ist zwar noch eine rüstigere alte Dame, aber ihre Hände und Beine oft zittern, besonders wenn sie unbeschäftigt ist und sitzt. Die Schwierigkeit beruht darauf, dass ich nicht weiß, auf welche Weise ich mit ihr reden soll. Soll ich fürsorglich oder lieber energisch sein? Wie ist eure Meinung dazu? Wenn es um deinen Großvater geht, behandele ihn mit Verständnis und vertrete ihn nicht in jeder Tätigkeit. Vielleicht aus diesem Grund wird er nervös. Viel Glück!
Ja, sein ganzer Körper zittert oft und ich weiß, dass er sich quält. Du hast Recht, dass ich ihn in jeder Tätigkeit vertrete, aber ich mache das aus meiner Liebe zu ihm. Als ich noch jung war, verbrachte ich viel Zeit mit ihm und ich stelle mir nicht vor, dass er von uns geht… Vielleicht bin ich zu sorgsam, aber ich kann es nicht ertragen, wenn er weint, weil er z.B. nicht aufstehen kann. Oft erinnert er sich oft an die Vergangenheit, in der er noch jung und stark ist. Eine meiner Bekannten behauptet, dass Depression bei Parkinson häufig vorkommt. Immer schwieriger ist es mir, diese Hypothese zu verneinen. Ich habe auch von negativer Wirkung der Medikamente gegen Parkinson gehört, deswegen stellen wir letztens auf Bewegungsaktivität, die ihr uns vorgeschlagen haben.
Vor allem Bewegung! Mein Arzt stellte fest, dass die Bewegungsaktivität das beste Mittel gegen Parkinson-Krankheit ist. Außerdem verlangsamt Aktivität bedeutend den Krankheitsprozess. In meiner Stadt existieren Gesellschäfte, die Senioren versammeln und eine Möglichkeit geben, zusammen mit anderen zu üben und zu sprechen. Sicher hilft das sowohl im Falle der Depression, als auch im Falle der Parkinson-Krankheit. Ich weiß, wie schwierig es ist, solch verschlossene Person zu überzeugen, damit sie mit anderen übt und spricht und ich kann dir etwas raten. Sage zu ihm, dass er nicht nur an Parkinson leidet und Langeweile loswird, was ihm sicher nervös macht. Erzähle mir von euren Fortschritten. Mach’s gut!