Mit der Pflege allein zu sein
Hi! Seit drei Jahren kümmere ich mich um meine an Demenz leidende Mutter. Ich habe nur eine jüngere Schwester, die das Schicksaal unserer Mutter ganz egal ist. Obwohl meine Schwester in derselben Stadt wohnt, hilft sie mir nicht bei der Pflege, weil die Kariere für sie wichtiger als ihre Familie ist. Ich bringe es nicht übers Herz, dass ich meine Mutter im Stich lasse. Vor einem Jahr beschloß ich, dass ich auf den Job verzichte, um meiner Mutter die ganze Zeit zu widmen. Nun denke ich, dass ich einen Fehler gemacht habe. Jetzt macht mich die ganze Situation psychisch fertig, ich habe keine Motivation und empfinde das Gefühl der Sinnlosigkeit. Ist da jemand in einer ähnlichen Situation? Weiß jemand, wie man in solchem Fall zurechtkommt?
Kommentare
Hallo! Das Wichtigste – du brauchst selbst Hilfe und Unterstützung, deswegen solltest du mit deiner Schwester unbedingt darüber diskutieren. Ich weiß, dass es sehr schwierig ist, aber ich sehe in diesem Fall keinen anderen Ausweg. Das ist nicht nur deine Mutter und du sollst deiner Schwester diese Tatsache klar machen. Wenn Sie keine Zeit für Betreuung hat, sollte sie eine Betreuerin finanzieren. Dies wäre eine große Unterstützung für dich, weil du eine Arbeitsstelle suchst und für sich Zeit brauchst. Die beste Idee, die mir einfällt, ist die Verteilung der Pflegekosten. Zuvor aber musst du Zeit haben, um eine Arbeit zu finden. Rede mit deiner Schwester, damit sie zu diesem schwierigen Zeitpunkt ein bisschen hilft. Das kostet nicht viel!
Ich habe darüber nachgedacht, aber ich habe Angst, dass ich solche Person treffe, die mit meiner Mutter keine Geduld haben wird. Außerdem befürchte ich, dass sie schlechter behandelt wird. Ihr Zustand ist wirklich miserabel. Manchmal flucht sie wie ein Bierkutscher oder weint wie ein Baby. Oft ist sie bösartig und ich verstehe das, weil es die Folge der Krankheit ist. Mit der Zeit lernte ich Geduld, aber wie wird eine ganz fremde Person darauf reagieren? Beauftragte jemand eine Betreuerin für einen Menschen, die an seniler Demenz leidet? Wenn es um mich geht, brauche ich sicherlich ein Gespräch mit einem Psychologen.
Ich fühle mit dir mit und gleichzeitig bewundere ich dich. Ein Kollege von mir hat auch eine an Alzheimer leidende Mutter. Aus diesem Grund weiß ich, wovon ich rede. Versuch mal einen Psychologen zu finden, der mit Betreuerinnen von alten Leuten zusammenarbeitet. Zögere nicht! Ein Gespräch mit einem Psychologen wird dir gut tun! Sicherlich wirst du eine Erleichterung empfinden und mehr Energie haben, ein neues Kapitel in deinem Leben zu beginnen. Ich drücke dir die Daumen! Alles Beste!
Hi! Ich bin in einer ähnlichen Situation, weil ich auch Probleme mit meinem Vater habe. Obwohl er noch große Lebenslust hat, verlangt er ständige Betreuung. Ich bin fest angestellt, deshalb musste ich von Montag bis Freitag eine Betreuerin beauftragen und ich traf eine wunderbare Frau, die noch mehr Geduld als ich hat. Ehrlich gesagt, suchte ich keine Betreuerin aus einer Anzeige, sondern hatte ich Glück, denn eine meiner Bekannten hatte mir sie empfehlt. Wenn ich dir etwas raten kann, suche unbedingt einen Psychologen und gleichzeitig eine Betreuerin für deine Mutti. Handele so schnell wie möglich, weil ich weiß, wie lange es dauern kann. Frage danach deine Bekannten, obwohl die Mehrheit keine solchen Probleme hat. Ich verstehe, dass das Geld kostet, aber geistige Gesundheit kostet mehr als Geld. Viel Glück!
Hi! Ich will mich nicht wichtig tun, aber das Leben ist so eben. Es ist nicht deine Schuld, dass das Leben ist, wie es ist. Jeder von uns wird alt und gebrechlich. Wir alle werden beschwerlich und sogar unerträglich für unsere Familien und die Umgebung. Ich denke, der beste Rat wird die Bewältigung dieser Schwierigkeiten, weil es uns nichts mehr übrig bleibt. Eine Betreuerin ist jetzt für dich die beste mögliche Lösung, damit du dir und deiner Mutter Lebensunterhalt sichert. Eine Betreuerin wird ganzheitliche Pflege übernehmen und du wirst sich erholen. Dann wird Zeit kommen, in der du dich deiner geistigen Gesundheit widmest. Versuch auch das Geld von deiner Schwester zu leihen – falls sie ablehnt, frage danach deine anderen Bekannten! Alles Gute!
Ich meine, solche Pflege der Alten ist sicherlich edel, aber auch sehr erschöpfend. Das größte Hindernis ist in diesem Fall Zeitmangel des Betreuers. Aus diesem Grund sollte man sich entlasten, indem man eine Betreuerin beauftragt. Außerdem kann man ein Catering bestellen, das regelmäßig gesundes Essen vorbereitet und oft nicht so teuer ist. Besonders kleinere Restaurants bieten bei akzeptablen Preisen häusliche Mahlzeiten an. Wenn es noch um Betreuerinnen geht, veranstalten sie häufig eine aktive Form der Freizeit wie Spaziergänge oder Spiele. Du musst sich endlich von dieser Belastung befreien – je früher desto besser. Deine Mutti braucht dich und vergiss nicht, dass deine Gesundheit ihr Leben bedeutet. Mach’s gut!
Wir wissen hier alle, wie schwierig die Betreuung der alten Eltern ist. Am wichtigsten können wir uns nicht aufgeben, obwohl die Pflege oft harter als durchschnittliche Vollzeitstelle ist. Damit noch nicht genug, weil solche Pflege mit sich keine finanziellen Profite bringt und frustrierend ist. Verstehe mich nicht falsch, aber ich befürchte, dass du dich vielleicht dazu nicht eignest. Es ist verständlich, dass manche Leute weniger Geduld haben und schneller in Wut geraten. Denke nicht so, dass du ihr die beste Pflege versichern kannst. Meine Bekannten meinen, die Alten werden in einem Pflegeheim sehr gut behandelt. Vielleicht wäre es eine Alternative für dich, die allerdings nicht billig ist, aber du wirst dich entlasten, um wieder Geld verdienen zu können. Du wirst immer eine Möglichkeit haben, sie in einem Pflegeheim zu besuchen. Ich hoffe, dass ich geholfen habe.
Ich verstehe genau, was du empfindest. Bevor mein Vater an Alzheimer nicht krank war, kümmerte ich mich mit meinem Ehemann um ihn. Jeden Tag machten wir Einkäufe, räumten wir auf, schafften wir den Müll raus usw. Solche Aufgaben stahlen uns eine große Menge der Zeit, was uns immer mehr frustrierend machte. Plötzlich war es noch schlimmer – mein Vater verlangte 24-Stunden-Pflege. Wenn wir zu Hause nicht waren, ging er aus dem Haus heraus und lief in der Stadt umher. Letztlich haben wir entschieden, dass wir dem Vater eine professionelle Betreuung versichern. Zwar belastete das unser Budget, aber wir sind jetzt völlig überzeugt, dass es sich lohnte. Vielleicht solltest du dich auch dafür entschieden. Halte durch!